Es ist mal wieder soweit, der nächste Pride Month steht an. Ein Monat, um queeres Leben und Lieben zu zelebrieren, aber auch, um zu erinnern an alle, die für unsere Rechte gekämpft haben und es noch immer tun. Zwischen Politik, Protest und Party hat dieser Monat vieles zu bieten: Sichtbarkeit, Solidarität und die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben.
Die Ursprünge der Pride
Die Ursprünge des Pride Months sind auf die Stonewall Riots am 28. Juni 1969 in New York zurückzuführen. Damals wehrten sich queere Menschen – insbesondere trans* Personen und BIPoC – gegen wiederholte Polizeigewalt und Diskriminierung. Diese zunächst spontane Rebellion entwickelte sich zu einem Wendepunkt der LGBTQIA+-Bewegung. Die Stonewall Riots stehen bis heute symbolisch für Widerstand und markierten den Beginn einer neuen Sichtbarkeit für marginalisierte Gruppen.
Seitdem gilt der Juni international als ein Monat, um queere Perspektiven in den Mittelpunkt zu stellen und Geschichten zu erzählen, in denen Vielfalt gefeiert und nicht lediglich toleriert wird. Die Pride ist und bleibt jedoch ein politischer Akt, denn trotz vieler Fortschritte sind queere Menschen weltweit weiterhin von Diskriminierung und struktureller Ungleichheit betroffen.
Pride in Köln: Wichtiger politischer Ort der deutschen Geschichte
Auch in Deutschland ist Pride tief politisch verwurzelt. Besonders in Köln zeigt sich, wie aus Aktivismus eine Bewegung wurde:
- Erste Aktionen durch die „Homosexuelle Aktion Köln“ in den 1970ern
- 1979: erster „Gay Freedom Day“
- Seit den 1990ern: kontinuierliches Wachstum
- Heute: über eine Million Teilnehmende
Doch mit diesem Wachstum kommt auch eine Herausforderung: Wenn Pride kommerzialisiert wird, stellt sich die Frage, ob politische Inhalte in den Hintergrund geraten.
Unsere Rolle als queerfeministischer Kleinverlag
Heute beteiligen sich nicht nur Einzelpersonen und Communities, sondern auch viele (internationale) Unternehmen am Pride Month. Dementsprechend wächst die Spannung zwischen Sichtbarkeit und Vereinnahmung.
Für uns bedeutet Pride nicht reines Marketing, sondern ist Teil unserer eigenen DNA und Wertesystem. Pride bedeutet, Räume zu schaffen für diejenigen, die noch immer marginalisiert werden – innerhalb und außerhalb der queeren Community. Bereits die letzten Jahre hat unser Verlag am CSD-Straßenfest teilgenommen und wir freuen uns auch dieses Jahr vom 3.-5. Juli in Köln wieder dabei zu sein, zum gemeinsamen Feiern und Austausch, eben auch um uns zu solidarisieren und gemeinsam stark zu machen!

Um nichts zu verpassen und einen Einblick in unsere Vorbereitung zu bekommen, folgt uns auf Instagram! Neben dem CSD findet ihr uns nämlich zum ersten mal auch beim diesjährigen Big Gay Market im Odonien am 21.06. 😀
Autorin: Lea Schöngarth

